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Jubiläumsflotte wieder sicher im Hafen

„Bis in 50 Wochen dann!“, verabschiedet sich das Flottenkommando im Hafen von Lelystad von den Skippern. Die 10. Flotte geht zu Ende und der Hafen wirkt ohne die 450 Konfis und Teamer wie ausgestorben. Ganz anders war es in der letzten Woche. Jeden Tag füllten 16 Schiffe einen anderen Hafen und die Jugendlichen die örtlichen Supermärkte.

Während sich mit Themen wie Freundschaft, Gemeinschaft, Gott und dem eigenen Glauben beschäftigt wurde, verfliegt die Zeit. Zwischen Segelsetzen und Wenden fahren wurde an Deck gelesen, gesungen und gelacht. Im Hafen angekommen freuen sich die Jugendlichen am meisten auf das Besuchen der anderen Schiffe. Eine Konfirmandin sagt beim Abschied, dass sie es vermissen würde, direkt vor ihrer Zimmertür so viele Freunde treffen zu können. Nach dem ganzen Trubel wirkt das eigene Zuhause im Vergleich zum Schiff riesengroß und zudem besonders leer. Auch die Teamer, die mit viel Motivation das tägliche Programm gestaltet haben, müssen sich erst wieder an die Ruhe gewöhnen. Ein Abendessen mit 30 lärmenden Konfirmanden ist doch etwas anderes als der heimische Küchentisch. Die Mitarbeitenden investieren viel Zeit und Energie in die Vorbereitung und Durchführung der Flotte. Ihre Freude daran ist offensichtlich, die meisten fahren mehrere Jahre mit. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die beiden Sanitäter und der Kinderarzt, die uns ehrenamtlich begleitet haben. Kleinere Verletzungen und Erkrankungen werden fürsorglich und professionell behandelt. Professionalität ist auch beim Einkauf gefragt, drei Kleintransporter und ein Einkaufsteam sorgen für das täglich Brot.

Von den organisatorischen Hintergründen bekommen die Konfirmandinnen und Konfirmanden allerdings wenig mit. Viel zu sehr beschäftigt die Mädchen die Frage nach dem Liegeplatz des favorisierten Jungsschiffes. Andersherum stehen die Jungen bereits erwartungsvoll am Steg, noch bevor das Schiff der Mädchen angelegt hat. Neue Freundschaften werden geschlossen und es fühlt sich ein bisschen an, wie eine riesige Klassenfahrt. Kochen, Putzen, Segel setzen und Deck schrubben – Eine ganze Woche auf einem Schiff bietet viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren und fördert die Selbstständigkeit. Was die Flotte zu etwas ganz besonderem macht, ist die Gemeinschaft, die während der Woche wächst. „Dass aus Fremden Nachbarn werden, das geschieht nicht von allein. Dass aus Nachbarn Freunde werden, dafür setzen wir uns ein.“ Der Refrain eines der Flottenlieder wird nicht nur lautstark gesungen, sondern gelebt.

Das Projekt Flotte kann in seiner Form nur aufgrund der, über jahrelange Erfahrung stetig verfeinerten, Organisation stattfinden. Damit auch im nächsten Jahr an alles gedacht ist, beginnt die Planung für 2015 bereits jetzt. Denn nach der Flotte ist vor der Flotte und wir freuen uns bereits darauf, wieder in See zu stechen. Wer Interesse an der Flotte hat und mehr erfahren möchte,  kann auf flotte.freun.de, sowie auf Facebook und Twitter viele Bilder, Videos, Berichte und Informationen finden.

Rieka Heuwinkel

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