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Herz statt Hetze

Vor langer Zeit um genau zu sein im Jahr 782 sah es hier im Sachsenhain noch ganz anders aus. Angst,Zweifel aber auch Hoffnung trugen die Menschen in sich. Im Jahr 782 soll Frankenkönig Karl (Karl der Große) während der Sachsenkriege rund 4.500 aufständige Sachsen hingerichtet lassen haben mit der Begründung sie haben sich seinem Reich und dem christentum wiedersetzt. Jetzt wird es das Verdener Blutgericht gennant,aber der sachsenhain wurde auch als NS Gedenkstätte von 1934-1945 genutzt.Die nationalsozialistische Führung legte 1934 den Grundstein für den sachsenhain.Die Steine die rund um den 1,5km langen Weg stehen sollen die 4.500 hingerichteten Menschen darstellen als Findlinge da nicht genung Naturstein herangeschaffen werden konnte nutze man unter anderem Beton um die Lücken zu füllen. Früher wurde der sachsenhain als Schulungslager für die Hitlerjugend oder die SS genutzt. Die Menschen wurden in der hitlerjugend ausgebildet um Kinder und Jugendliche im Sinne der NS-Ideologie zu indoktrinieren, disziplinieren und militärisch vorzubereiten.Heute ist der sachsenhain das komplette Gegenteil nach dem zweiten Weltkrieg wurden dort zunächst Vertriebe untergebracht. Heute ist es eine Begegnungsstätte die evangelische-lutherische Landeskirche Hannover nutzt den evangelischen Jugendhof Sachsenhain für Schulungen und Seminare.Die Findlinge sind immer noch auf dem 1,5km langen Rundweg mit Inschriften und Infotafel zu sehen wenn man diesen Weg lang geht ist es wie ein Schritt in die Vergangenheit man lernt und denkt drüber nach was damals alles war und was man tun kann damit sich die Geschichte nicht wiederholt.Den man soll lieben und mögen und nicht hetzten.

Leyla Woitschig


Es ist Samstagabend und ich bin im Sachsenhain spazieren. Alles ist still, nur die Bäume rascheln. Ich steh hier zwischen diesen Steinen. Ruhig stehen sie da. Es sind halt nur Steine was sollen die auch bedeuten? Aber sie erzählen eine Geschichte. Von einer Zeit, wo entschieden wurde wer dazu gehört und wer nicht. Wo Menschen weniger wert waren dafür wie sie waren. Ich kann mir nicht vorstellen wie das gewesen sein muss. Wie konnte es dazu kommen das so viel Hass und Hetze für selbstverständlich gilt? An diesem Ort sieht es heute anders aus. Die Steine stehen noch aber diese Werte nicht mehr. Wir kommen hier zusammen, lachen und haben Spaß. Niemand hier sollte sich fragen ob er willkommen ist, weil er anders aussieht, woanders herkommt oder anders liebt. Und trotzdem ist unsere Welt heute noch immer nicht frei von den alten Vorurteilen. Menschen werden noch immer ausgeschlossen und verurteilt für dinge, für die sie nichts können. Ich denke nach. Wie oft hab ich schon weggeschaut als sowas passiert ist. Vielleicht sieht unsere Welt heute anders aus als damals aber wir müssen letzedlich selbst entscheiden wie wir miteinander umgehen. Auch der Glaube kann Menschen verbinden, ihnen Hoffnung geben und ihnen Halt schenken. Doch er sollte niemals ein Grund sein, andere auszuschließen. Denn egal, woran wir glauben oder woher wir kommen: wir alle wollen dazugehören, respektiert werden und ohne Angst leben können. Vielleicht ist genau das die wichtigste Lehre dieses Ortes: Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Aber wir können entscheiden, was wir aus ihr mitnehmen. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Welt, in der niemand Angst haben muss, anders zu sein. Eine Welt, in der wir einander zuhören, statt vorschnell zu urteilen, und in der Unterschiede uns nicht trennen, sondern uns helfen, voneinander zu lernen. Ich wünsche mir, dass wir nicht schweigen, wenn Menschen ungerecht behandelt werden, sondern den Mut haben, füreinander einzustehen. Wenn ich die Steine hier ansehe, hoffe ich, dass wir uns immer daran erinnern, wohin Hass führen kann. Und dass wir alles dafür tun, dass sich so etwas nicht wiederholt. Denn die Zukunft liegt nicht in den Steinen, die von gestern erzählen, sondern in den Menschen, die heute entscheiden, wie morgen aussehen soll. Ich guck mich noch einmal um, und gehe denn Weg weiter.

Lina Luisa Häring


Lebendige Steine/Sachsenhain

Sie stehen da, tausende Steine, still & schwer, erzählen von so viel mehr. Von einer längst vergangenen Zeit, von Schuld, von Macht und dunklen Gedanken. Damals standen sie in Reih und Glied, an diesem Ort, der andere Geschichten schrieb. Die Steine sollten an die Menschen erinnern, sie in Erinnerung bewahren, doch die Wahrheit begann sich zu verändern. Die Nationalsozialisten nutzten diesen Ort, für ihre Ideologie, ihren Hass, für ihr Wort. Heute stehen diese Steine noch dort, doch verändert hat sich die Bedeutung von diesem Ort. Aus Hass und Ausgrenzung wurde Herz statt Hetze, Hoffnung statt Angst und Glaube statt Zweifel. Ein Ort der Begegnungen und der Gemeinschaft. Menschen kommen hier zusammen, um neues zu lernen, Fehler zu machen, ihren Weg zum Glaube zu stärken und Fragen zu wagen. Die Steine und ihre Geschichten sind geblieben, Jahr für Jahr, doch ihre Bedeutung ist schon lange nicht mehr dieselbe wie damals. Sie schweigen, und doch erzählen sie uns viel, von einem dunklen Weg und einem neuen Ziel. Damals sollte die Vergangheit uns Menschen trennen, heute wollen wir sie verstehen und beim Namen nennen. Denn nur wer keine Angst hat sich zu erinnern kann auch lernen und vielleicht ein Stück mehr Herz statt Hetze verbreiten. Für uns heute sind sie nicht nur Felsen, die der Wind umweht. Sondern Menschen, die füreinander stehen, die aufeinander achten und gemeinsam weitergehen. So bleiben die lebendigen Steine und der Sachsenhain ein Ort voller Geschichten, ein Ort voller Erinnerung, des Lernens und des Lichtes Gottes. Auch wenn dieser Ort nicht reden kann können wir alle ein teil verstehen: Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden auch wenn die Zukunft neue und bessere Pläne hat.

Jorja Wolfermann


 

Die Dunkelheit erhellt das Licht,

Den Hass erhellt allein die Liebe,

Doch wenn das Glas in Scheiben bricht,

Setzt es für unser Herz nur Hiebe.

 

Drum lass die Hetze rasant vergehen,

So wie auch das Licht erglimmen,

Sonst bringt die Zukunft weiter flehen,

Und lässt uns stets im Dunkeln schwimmen.

 

Zur Liebe gibt es keine Zweifel,

Nur wenn du nicht mehr an sie glaubst,

Sie siegt über die vergangenen Teufel,

Sobald du ihr Vertrauen erlaubst.

 

Drum musst du an die Liebe glauben,

Mit Hoffnung als das helle Licht,

Um dem Hass die Macht zu rauben,

Damit die Welt nicht ganz zerbricht.

 

Hanna Kwintkiewicz

 


 

Mit Waffen der Wahrheit, einer Rüstung aus Licht

dem Bösen das Gute, der Angst ins Gesicht

mit Kraft und Liebe und Besonnenheit 

mit Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit 

 

Suchen der Stadt das Beste

feiern unsere Feste

Fremde und Freunde als Gäste

auf der Strasse Proteste

 

Berechnen Zukunft und Gelegenheit

lieben Debatten und demokratischen Streit

streiten für die Gerechtigkeit

leben füreinander Gemeinsamkeit

 

Mit Waffen der Wahrheit, einer Rüstung aus Licht

dem Bösen das Gute, der Angst ins Gesicht

mit Kraft und Liebe und Besonnenheit 

mit Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit 

 

Auf eigenen Schultern die Sorgen der Welt

Prekäres Leben, andere schwimmen im Geld

Globale Sorge wer die Schöpfung erhält

Rettung sichert kein Führer, kein Superheld

 

Traditionen schwinden, Schwindel folgt Halt

Trotzdem entschieden „keine Gewalt!“

wir finden sie bald, der Zukunft Gestalt

mit dem Panzer von Glaube und Liebe umschnallt

 

Mit Waffen der Wahrheit, einer Rüstung aus Licht

dem Bösen das Gute, der Angst ins Gesicht

mit Kraft und Liebe und Besonnenheit 

mit Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit 

mh

Michael Hinrichs

Michael Hinrichs ist Kirchenkreisjugendwart im Kirchenkreis Wesermünde. Zu seinen Arbeitsfeld gehören, neben administrativen Aufgaben, das Betreuen des KKJKs, das Organisieren der Sommerfreizeit "color your faith" und das Konfirmanden-Segelseminar "Die Flotte." Sein Dienstsitz befindet sich in Beverstedt. Kontakt: henner@freun.de

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