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Die Geschichte von einem Grafen…

Die Geschichte von einem Grafen, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Lebensgeniesser par excellence war!

Er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen – nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.

Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte – z.B. einen fröhlichen Plausch auf der Straße, das Lachen seiner Frau, ein gutes Essen, eine feine Zigarre, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weins -für alles, was die Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends saß er dann zuhause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war, und freute sich. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen – hatte es sich zu leben gelohnt.

Ich möchte Sie einladen, es dem Grafen nachzutun. Zählen Sie die Momente in denen Ihnen gutes widerfährt. Sie werden erstaunt sein. Unsere Einstellung zum Leben, unsere Sicht der Dinge, unsere Aufmerksamkeit unseren Mitmenschen gegenüber bestimmt sehr viel von dem, wie uns das Leben begegnet. Und auch die schweren Tage können etwas leichter werden, wenn es uns gelingt den Fokus auf die schönen Momente des Tages zu lenken. Ein Kinderlachen, eine zärtliche Berührung, ein freundlicher Blick, die gute Nachricht…

In Matthäus 6 steht geschrieben: Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel! Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?

In diesem Sinne – Amen!

FSJ

FSJ

Das FSJ (freiwilliges soziales Jahr) oder BFD (Bundesfreiwilligendienst) im Kreisjugenddienst Wesermünde bietet jungen Erwachsenen nach der Schule die Chance ein Jahr lang in eine sozialdiakonischen Beruf herein zu schnuppern. Sie sind, neben der pädagogischen Begleitung auf Freizeiten und Konfirmandenseminaren, für verwaltungstechnische Dinge, wie zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken, sowie hier auf dieser Seite zuständig. Kontakt: fsj@freun.de michael@freun.de

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